Das Duell der Magier
Kapitel 1: Die Ankunft des Feuers

Die Sonne stand scjon sehr tief am Horizont und tauchte den Himmel in ein glutrotes Licht. Auf einer abgelegenen Lichtung, umgeben von hohen Bäumen, erhob sich eine steinerne Arena, die seit Jahrhunderten kein Duell mehr erlebt hatte. Aber heute sollte sich das ändern. Ein einzelner Magier stand in der Mitte der Arena, seine Augen funkelten wie die Flammen, die um seine Hände tanzten. Es war Malor, der Feuermagier.
Er hob seine Hand und ließ eine kleine Feuerkugel in der Luft schweben. Sie zischte und glühte, als wollte sie selbst in den bevorstehenden Kampf eingreifen. Mit einem leichten Grinsen ließ er die Kugel verschwinden.
«Die Zeit ist jetzt gekommen», murmelte er zu sich selber. «Heute werd' ich zeigen, dass Feuer das mächtigste Element ist.»
Die Bäume flüsterten im Wind, und aus der Ferne hörte man ein leises Grollen. Aber Malor blieb ruhig. Er wusste, dass sein Gegner nicht lange auf sich warten lassen würde.
Plötzlich krachte ein Blitz durch die Wolken, und der Himmel verdunkelte sich. Aus den Schatten trat eine Gestalt, gehüllt in einen langen blauen Umhang, der mit Tropfen verziert war. Es war Naelis, der Wassermagier, der gekommen war, um die Herausforderung anzunehmen.
Naelis blieb am Rand der Arena stehen und sah Malor mit durchdringendem Blick an. «Denkst du echt, dass dein Feuer gegen das uralte Wasser bestehen kann?» fragte er, seine Stimme so ruhig und doch bedrohlich wie die Tiefen des Meeres.
Malor lachte leise. «Du hast keine Ahnung von der wahren Kraft des Feuers, Naelis. Es verzehrt alles, sogar Wasser, wenn es nur heiß genug wird.»
Naelis hob eine Augenbraue. «Dann lass uns das mal testen.»
Der Wind legte sich, und eine unheimliche Stille breitete sich aus, als sich die beiden Magier gegenüberstanden, bereit für das Duell, das die Welt der Elemente für immer verändern könnte.
Der Boden bebte leicht, als die ersten kleinen Funken und Tropfen in der Luft schwebten. Das Duell hatte begonnen.
Kapitel 2: Das Erwachen des Wassers

Ein leises Murmeln erfüllte die Arena, als Naelis die Arme hob und eine Welle aus reiner Energie beschwor. Das Wasser folgte seinem Ruf. Es strömte aus dem Boden unter ihm hervor, umkreiste seine Füße und formte sich zu einer schimmernden Sphäre, die in der Luft schwebte. Die Luft um ihn herum wurde kühl, und ein leichter Nebel bildete sich am Boden.
Malor beobachtete aufmerksam, doch sein Blick blieb selbstbewusst. «Ech schöne Show», sprach er mit einem wirklichhämischen Grinsen, «aber meine Flammen werden dein Wasser verdampfen, bevor es auch nur in meine Nähe kommt.»
Naelis‘ Augen verengten sich. «Das sehen wir noch.»
Mit einem eleganten Schwung seiner Hand schickte Naelis die Wassersphäre in die Höhe. Sie teilte sich in mehrere schimmernde Strahlen, die durch die Luft schossen wie Pfeile, direkt auf Malor zu. Doch der Feuermagier war vorbereitet. Mit einer schnellen Bewegung seiner Hand ließ er eine Flammenwand aus dem Boden schießen. Die Pfeile trafen auf die lodernde Barriere und verwandelten sich in Zischlaute und dichte Dampfwolken.
«Das war knapp», dachte Malor, aber er ließ sich nichts anmerken. Stattdessen hob er beide Arme und rief einen Feuersturm herbei. «Jetzt wirst du die wahre Macht des Feuers spüren!»
Die Flammen schossen aus seinen Händen, wirbelten in einem wilden Tanz und bildeten einen perfekten Kreis aus Feuer, welcher sich immer enger um Naelis schloss. Die Hitze wurde so intensiv, dass die Bäume am Rand der Arena flackerten, als wollten sie selbst in Brand geraten.
Doch Naelis blieb ruhig. Er streckte seine Hände aus, und das Wasser um ihn herum reagierte sofort. Es breitete sich aus, als ob es Leben hätte, und umhüllte ihn in einer schützenden Schicht. Die Flammen prallten von der Wasserbarriere ab, zischten und erloschen.
Malor knirschte mit den Zähnen. «Das wird nicht lange halten!»
Naelis blickte durch die wirklich dichten Dampfschwaden hindurch und lächelte ein bisschen. «Vielleicht, aber unterschätze nie die Geduld des Wassers. Es formt die Welt, nicht mit Gewalt, sondern durch Beständigkeit.»
Mit diesen Worten richtete er seine Aufmerksamkeit auf die Flammen, die ihn umgaben. Er bewegte seine Hände in sanften, rhythmischen Kreisen, und das Wasser um ihn herum begann zu fließen. Es wuchs, sammelte sich, bis eine mächtige Welle entstand, die plötzlich über die Flammen hinauswuchs und auf Malor zuschoss.
Für einen Moment sah es so aus, als würde das Wasser den Feuermagier überwältigen. Doch Malor lachte triumphierend. «Endlich! Jetzt fängt der richtige Kampf erst an!»
Und in diesem Augenblick stürzte die Welle auf ihn zu, bereit, alles zu verschlingen, was ihr im Weg stand.
Kapitel 3: Feuer gegen Flut

Die massive Welle rauschte auf Malor zu, als wolle sie ihn mit einem einzigen Schlag fortspülen. Der Boden bebte unter der schieren Macht des Wassers, das Naelis beschworen hatte. Aber Malor stand fest. Mit einem tiefen Atemzug sammelte er all seine Energie in seinen Händen. Die Luft um ihn herum begann zu flimmern, als er die Hitze in sich aufnahm.
«Du kriegst mich nicht so einfach, Naelis!» rief er und streckte die Arme nach vorne. Ein gleißender Feuerstrahl brach aus seinen Händen und schoss direkt auf die heranrollende Welle zu.
Das Feuer und das Wasser krachten mit einem ohrenbetäubenden Lärm aufeinander. Dampf füllte die Arena, als die beiden Elemente im wilden Kampf aufeinander trafen. Für einen Augenblick schien es, als würde die Zeit stillstehen – die Welle erstarrte in der Luft, das Feuer flackerte und zischte, doch keine Seite gab nach.
Naelis' Augen verengten sich. «Er ist stärker, als ich dachte», murmelte er, während er seine Hände hob, um mehr Kraft in die Welle zu leiten. Das Wasser begann sich zu drehen, ein Strudel aus flüssiger Macht, der das Feuer langsam zurückzudrängen schien.
Malor aber ließ nicht locker. Er zog die Glut aus den Tiefen der Erde herauf, verstärkte sein Flammenmeer und ließ sie lodernd aufsteigen. «Mein Feuer wird alles verschlingen!» rief er, während der Boden unter seinen Füßen zu glühen anfing.
Doch Naelis blieb gelassen. «Feuer mag stark sein», sagte er leise, «aber Wasser... Wasser ist geduldig und unaufhaltsam.» Mit einer geschickten Bewegung seiner Hand änderte er die Richtung der Welle. Anstatt frontal auf Malor zu treffen, umkreiste das Wasser nun seinen Gegner und bildete einen riesigen Ring aus tobenden Wogen.
Malor erkannte, dass er in eine Falle geraten war. Die Flammen, die er beschworen hatte, begannen zu flackern, als das Wasser näher kam. «Was hast du vor, Naelis?» rief er und versuchte, die Kontrolle zurückzugewinnen.
«Ich zeige dir, was passiert, wenn Feuer vom Wasser umzingelt ist», antwortete Naelis, während er die Welle immer enger zog. Der Ring aus Wasser schloss sich um Malor, und die Hitze der Flammen ließ nach mit jedem Augenblick.
Aber Malor war zäh. Mit einem letzten, verzweifelten Versuch bündelte er seine ganze Kraft in einem einzigen, explosiven Feuerstoß. «Wenn ich untergehe, dann in einem Meer aus Flammen!» schrie er, und die Flammen schossen in alle Richtungen.
Der Wasserwall wich zurück, als die Explosion Malor in ein brennendes Inferno hüllte. Aber Naelis war vorbereitet. Mit einem einzigen, kraftvollen Schlag seiner Hand rief er die gesamte Macht des Wassers herbei und ließ eine Flutwelle auf Malor herabstürzen, die alles Feuer verschlang.
Für einen Moment war alles still. Die Arena war in dichten Dampf gehüllt, und weder Malor noch Naelis waren zu sehen. Das Wasser hatte das Feuer ausgelöscht – doch was war mit den beiden Magiern passiert?
Die Antwort lag in den Nebelschwaden, die sich langsam verzogen und das nächste Kapitel des Duells offenbarte.
Kapitel 4: Die Ruhe nach dem Sturm

Als sich der dichte Dampf langsam verzog, offenbarte die Arena das Bild eines erbitterten Kampfes, der nur wenige Sekunden zuvor stattgefunden hatte. Überall lagen Pfützen und nasse Steine, die von der Hitze rissig geworden waren. Die Luft war schwer vor Feuchtigkeit, doch die magische Spannung war noch immer spürbar. Für einen Moment herrschte eine unheimliche Stille.
Naelis war der Erste, der aus den Nebelschwaden auftauchte. Sein leuchtend blauer Umhang war durchnässt, aber seine Augen strahlten vor Entschlossenheit. Er hatte sich im dichten Nebel versteckt, um auf Malors nächsten Angriff vorbereitet zu sein. Vorsichtig durchquerte er die Arena, immer auf der Suche nach seinem Gegner.
«Er kann sich nicht einfach in Luft aufgelöst haben», flüsterte er und hob seine Hand. Eine kleine Wasserfontäne sprudelte aus seinen Fingerspitzen und verteilte sich über den Boden, um nach Malor zu suchen. Doch es war keine Spur von ihm zu finden.
Plötzlich spürte Naelis eine Erschütterung unter seinen Füßen. Die Erde bebte minimal, und er wusste sofort, dass Malor noch im Spiel war. «So leicht kann man sich nicht verstecken», murmelte Naelis und konzentrierte erneut seine magische Kraft.
Mit einem donnernden Knall brach der Boden vor ihm auf. Eine riesige Feuersäule schoss aus der Tiefe hervor, und mitten im glühenden Inferno stand Malor, umgeben von Flammen, die so heiß waren, dass das Wasser in seiner Nähe sofort verdampfte. Sein Gesicht war von Ruß bedeckt, aber in seinen Augen brannte immer noch der Funke des Kampfes.
«Du wirst mich nicht so leicht besiegen, Naelis», knurrte Malor und hob seine Hände. «Solange das Feuer Luft zum Atmen hat, wird es weiter brennen.»
Naelis hob überrascht die Augenbrauen, beeindruckt von Malors Hartnäckigkeit. «Du bist härter, als ich es gedacht hätte», gab er zu, «aber wie lange kann dein Feuer noch brennen? Jedes Element hat seine Grenzen, und du näherst dich deinen.»
Malor lachte leise, sein Lachen war rau und erschöpft. «Vielleicht hast du recht, aber ich kämpfe, bis der letzte Funke erlischt.»
Mit diesen Worten schleuderte er eine Reihe kleinerer Feuerbälle auf Naelis, die wie glühende Meteoriten durch die Luft zischten. Naelis rief eine Schutzbarriere aus Wasser herbei, aber er spürte, wie auch seine Kräfte nachließen. Jeder Feuerball, den er abwehrte, kostete ihn mehr Kraft, als er zugeben wollte.
«Es gibt keinen Gewinner in einem Duell der Elemente», dachte Naelis, während er die Angriffe abwehrte. Er wusste, dass beide Magier an ihre Grenzen stießen. Doch die Frage blieb: Wer würde zuerst aufgeben?
Malor keuchte, seine Flammen flackerten, und seine Angriffe wurden schwächer. «Du machst es mir nicht leicht, Naelis», sagte er, während er sich schwer auf die Knie stützte. «Aber auch du kannst nicht ewig weitermachen.»
Naelis nickte leicht, als er den letzten Feuerball mit einer gezielten Wasserwelle auflöste. «Vielleicht nicht», antwortete er ruhig, «aber das ist noch nicht das Ende.»
Die beiden Magier standen sich wieder gegenüber, erschöpft, aber entschlossen. Beide wussten, dass das nächste Kapitel ihres Duells entscheidend sein würde. Das Feuer brannte noch, doch das Wasser kreiste um die Arena wie ein wachender Geist, bereit, wieder zuzuschlagen.
Kapitel 5: Die letzte Welle

Die Sonne war nun fast vollständig untergegangen, und die Dunkelheit legte sich über die Arena. Das schwache Licht der Sterne spiegelte sich auf den verbliebenen Wasserpfützen, und die glühenden Überreste von Malors Feuersäule leuchteten wie Kohlen in der Nacht. Beide Magier standen sich keuchend gegenüber, ihre Kräfte erschöpft, aber noch nicht völlig am Ende.
Naelis schloss für einen Moment die Augen, konzentrierte sich und spürte die Kraft des Wassers um sich herum. Er wusste, dass er jetzt einen letzten, entscheidenden Angriff planen musste, wenn er dieses Duell gewinnen wollte. Sein Blick wanderte zu den Wolken über ihnen, die sich drohend zusammenzogen.
«Du hast gut gekämpft, Malor», sagte Naelis leise. «Aber es ist Zeit, das hier zu beenden.»
Malor hob den Kopf, seine Augen funkelten in der Dunkelheit. «Willst du mich mit deinen leeren Drohungen doch wohl nicht beeindrucken?» fragte er, seine Stimme rau, aber immer noch trotzig. «Ich bin noch nicht am Ende!»
Mit einem letzten Aufbäumen seiner Kräfte beschwor Malor ein Feuer, das heller und heißer brannte als je zuvor. Eine riesige Flammenwand schoss in die Höhe, umhüllte ihn und schien bereit, alles zu verschlingen. «Na los, Naelis! Zeig, was du drauf hast!»
Naelis blieb ruhig. Er hob beide Hände zum Himmel und flüsterte ein uraltes Wort, das nur die Meister des Wassers kannten. Sofort begann der Himmel zu grollen, und dicke Regentropfen fielen herab. Doch dies war kein gewöhnlicher Regen. Jeder Tropfen schien erfüllt von magischer Energie, und als sie den Boden berührten, vereinigten sie sich zu einer gewaltigen Welle, die sich in der Luft auftürmte.
Malor sah die drohende Flut und wusste, dass dies der entscheidende Moment war. «Feuer gegen Wasser», murmelte er. «War schon immer so.»
Naelis ließ die Welle aufsteigen, während Malor seine Flammen bis ans Äußerste verstärkte. Die beiden Elemente trafen in einem letzten, gewaltigen Aufeinandertreffen aufeinander. Wasser und Feuer kämpften erbittert, während der Boden unter der Macht der Magie zitterte. Die Welle schlug auf die Flammenwand ein, und ein ohrenbetäubendes Zischen erfüllte die Luft, als Hitze auf Kälte traf.
Malor spürte, wie seine Kräfte langsam schwanden. Der Druck des Wassers war zu groß, und die Flammen begannen zu flackern. «Nein... nicht so...» keuchte er, während er versuchte, sich aufrecht zu halten. Aber die Flut war unerbittlich.
Mit einem donnernden Rauschen brach die Welle endgültig über ihn herein, löschte die letzten Flammen aus und hüllte die ganze Arena in einen Moment der Stille.
Naelis stand keuchend da, erschöpft, aber siegreich. Der Boden unter ihm war von Wasser bedeckt, doch die Flammen waren endgültig erloschen. Für einen Moment herrschte absolute Ruhe, nur das leise Plätschern des Wassers war zu hören.
Er schritt vorsichtig durch die überflutete Arena, bis er Malor erreichte, der auf den Knien lag, das Gesicht zum Boden gesenkt. «Es ist vorbei, Malor», sagte Naelis leise. «Das Wasser hat gewonnen.»
Malor hob den Kopf. Ein schwaches Lächeln huschte über seine Lippen. «Vielleicht», flüsterte er, «aber das Feuer erlischt nie ganz. Es wird immer wieder neu entfacht.»
Naelis nickte leicht. «Das weiß ich. Aber heute gehört der Sieg dem Wasser.»
Kapitel 6: Ein neuer Anfang

Die Arena war still. Der Kampf zwischen Feuer und Wasser war vorbei, doch die Elemente selbst blieben. Der Himmel über den Magiern war klar, und die Sterne funkelten, als hätten sie dem Duell schweigend zugesehen. Naelis stand vor Malor, beide erschöpft, aber keiner war wirklich gebrochen.
Malor erhob sich langsam, seine Kleidung noch dampfend von der Flut, die ihn überrollt hatte. Er schaute auf seine Hände, die vor wenigen Minuten noch Flammen heraufbeschworen hatten. Jetzt lag da nur die Kälte des Wassers. Ein Seufzer entkam ihm. «Du hast heute gewonnen, Naelis», sagte er mit rauer Stimme, «aber das heißt nicht, dass der Krieg der Elemente vorbei ist.»
Naelis schüttelte den Kopf. «Es ging nie um Krieg», antwortete er ruhig. «Feuer und Wasser brauchen einander. Jedes Element hat seine Zeit, seinen Ort. Heute war die Zeit des Wassers.»
Malor schaute in den klaren Nachthimmel. «Vielleicht hast du recht», sagte er schließlich. «Vielleicht geht's nicht darum, wer das mächtigere Element kontrolliert. Aber eines Tages kommt das Feuer zurück, und ich werde bereit sein.»
Naelis nickte, doch in seinen Augen lag keine Feindseligkeit. «Das Wasser wird auch bereit sein. Und wenn dieser Tag kommt, stehen wir vielleicht nicht mehr als Feinde gegenüber, sondern als Verbündete. Jedes Element hat seinen Platz in der Welt.»
Für einen Moment schien die Zeit stillzustehen, als beide Magier die Wahrheit dieser Worte erkannten. Der Kampf war vorbei, doch das Gleichgewicht der Elemente war noch lange nicht erreicht. Es war ein ständiger Tanz zwischen Zerstörung und Erneuerung, zwischen Hitze und Kälte, ein Zyklus, der nie enden würde.
Malor drehte sich um und begann, die Arena zu verlassen. «Bis zu unserem nächsten Duell, Naelis», rief er über die Schulter.
Naelis lächelte leicht. «Bis dahin, Malor. Möge das Wasser deinen Weg begleiten.»
Der Feuermagier hob die Hand zum Gruß, und Naelis sah ihm nach, bis er im Dunkel des Waldes verschwand. Dann ließ er seinen Blick auf den Boden der Arena sinken, der noch immer von der Flut bedeckt war. Mit einer sanften Geste ließ er das Wasser in die Erde zurückfließen, bis nur noch die Sterne auf dem nassen Stein schimmerten.
«Das Feuer mag erlöschen, doch es wird immer wieder entfacht», murmelte Naelis zu sich selbst. «Und das Wasser... das Wasser wird immer da sein, um es zu bändigen.»
Mit diesen Worten wandte er sich ab und verschwand in der Nacht, in dem Wissen, dass der Tanz der Elemente niemals enden würde – aber heute, heute hatte das Wasser gesiegt.
Autor: Ralph von Mezz
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