Kurzgeschichten und Gedichte

Kurzgeschichte

Eine betrügerische Liebe

Bild Kapitel 1

Kapitel 1: Ein magischer Abend in Positano

Sophia, eine 20-jährige, lebhafte und neugierige junge Frau, verbrachte ihren Sommer an der malerischen Amalfiküste. Sie hatte beschlossen, sich selbst zu finden, die Freiheit zu genießen und die Schönheit Italiens mit jedem Atemzug aufzusaugen. An einem Abend, als das Licht des Sonnenuntergangs den Himmel in ein warmes Orange tauchte, spazierte sie allein am Ufer entlang und ließ den weichen Sand durch ihre Finger rieseln.

Ein wenig abseits stand ein Mann und blickte still auf das glitzernde Meer. Er war deutlich älter, vielleicht um die fünfzig, mit leicht ergrauten Schläfen und einem Charisma, das sie sofort fesselte. Sein Blick hatte etwas Nachdenkliches und Verletzliches zugleich. Als er ihren Blick bemerkte, hob er leicht den Kopf und lächelte ihr zu. Ohne viel zu überlegen, ging sie auf ihn zu. «Ein wunderschöner Abend, nicht wahr?», fragte sie leise.

Er nickte, das Lächeln vertiefte sich. «Die Schönheit dieses Ortes kann einen Menschen vergessen lassen, was das Leben an Bürden mit sich bringt», sagte er. Noch am selben Abend lud er sie in ein kleines Restaurant am Strand ein, wo sie bei einem Glas Wein bis tief in die Nacht über das Leben, die Liebe und die Geheimnisse der Welt sprachen. Sophia spürte eine Verbindung, die sie kaum verstand, aber die sie nicht losließ.

Bild Kapitel 2

Kapitel 2: Ein Tag voller Leben in Neapel

In den folgenden Tagen sahen sie sich immer häufiger. Luca nahm sie mit in die pulsierende Stadt Neapel, wo die engen Gassen und die lebendige Kultur sie in ihren Bann zogen. Sie gingen durch die bunten Märkte, kosteten die berühmte neapolitanische Pizza und entdeckten kleine Kunstgalerien, in denen die Geschichte der Stadt lebendig wurde. Luca führte sie mit sanfter Bestimmtheit und einem Wissen um die Stadt, das sie faszinierte.

Doch an einem sonnigen Nachmittag, als sie Hand in Hand durch eine belebte Piazza schlenderten, bemerkte sie die überraschten, manchmal gar missbilligenden Blicke anderer Paare und älterer Damen. Luca drückte sanft ihre Hand. «Liebe kennt keine Regeln, Sophia. Die Menschen sehen das Leben oft durch enge Gläser. Lass uns unsere Liebe leben, ohne daran zu denken, was die Welt sagt.»

Bild Kapitel 3

Kapitel 3: Verborgene Wahrheiten in Pozzuoli

Nach Wochen voller unbeschwerter Momente beschloss Luca, Sophia nach Pozzuoli zu bringen, einer kleinen, uralten Stadt nahe Neapel. Hier, zwischen römischen Ruinen und historischen Plätzen, sollte sie seine Welt noch tiefer kennenlernen. Doch während einer Pause, als Luca sie seinen Freunden vorstellte, lächelte einer und sagte: «Luca, wir wussten gar nicht, dass du eine so junge Begleitung hast… Ist das deine Tochter?»

Die Worte trafen Sophia wie ein Schlag. Später, als sie allein waren, stellte sie ihn zur Rede: «Luca, warum hast du mir nie von deiner Familie erzählt?» Luca zögerte, bevor er antwortete. «Meine Ehe ist nur noch eine Fassade, und meine Kinder wissen nichts von uns.» Die Erkenntnis traf sie hart. Plötzlich fühlte sich ihre Liebe wie ein Betrug an.

Bild Kapitel 4

Kapitel 4: Die Entscheidung in Positano

Wochen vergingen, bis Sophia Luca wieder sah. Dieses Mal kam er mit offenen Armen auf sie zu und erklärte: «Ich habe meine Familie über uns informiert. Es war nicht einfach, aber ich musste ehrlich sein – für uns beide.»

Sie umarmten sich, während die letzten Sonnenstrahlen des Tages die Wellen berührten. Trotz der Hürden wussten sie nun, dass sie ihre Liebe aufrichtig und ehrlich leben konnten.

Autor: Ralph von Mezz

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